8.1.2016 Rundbrief der Kulturschaffenden an Unterstützer der Kunst-Szene

Medieninformation zu den Protestaktionen Kunstschaffender in Osnabrück

Anlässlich der nächsten Sitzung des Kulturausschusses unterstreichen Kunstschaffende  aus Osnabrück und Umgebung den Bedarf an mehr städtischen Ausstellungsmöglichkeiten.  Der Rat der Stadt hat dagegen in seiner letzten Sitzung beschlossen, die Haushaltsmittel für Ausstellungen ab 2017 um 20.000,- € zu kürzen. Das entspricht einer Reduzierung der regionalen Künstlerförderung  um ca. 2/3!  Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung werten die Verantwortlichen die vergleichsweise kleine Summe als Beitrag, den auch die Kultur zu leisten habe. Was im Rahmen der Haushaltsberatungen als unvermeidbarer wenn auch nur symbolischer Akt  gilt, bedeutet für die Kunstszene dagegen quasi das Ende städtischer Künstlerförderung.  Der klägliche Rest an Fördermitteln von ca. 14.000,- € erlaubt nur noch einen Bruchteil dessen, was benötigt wird, um auf dem Ausstellungssektor die Vielfalt und Lebendigkeit zu erhalten, die Künstler durch ihr persönliches Engagement bisher geschaffen haben.

Mit einer öffentlichen Aktion am Donnerstag, 21.1.2016 um 16.40 Uhr vor dem Rathaus fordern Künstler und Unterstützer der Kunstszene den Rat der Stadt zu einer Stellungnahme auf: Wer Ausstellungsmöglichkeiten für Kunst einschränken will, muss der Öffentlichkeit erklären, dass das kreative Potential der Kunstschaffenden für das gesellschaftliche Leben der Stadt verzichtbar erscheint. Wer dagegen die öffentlichen Aktionen der Künstlerinnen und Künstler als wesentlichen Motor für  Kommunikation und Austausch in der Stadt anerkennt, ist aufgefordert,  sich für den Erhalt der Künstlerförderung in voller Höhe einzusetzen.

Die regionale Kunstszene  unterstreicht ihre Bedeutung für das städtische Kulturangebot. Mit ihren Aktionen steht sie in unmittelbarem Kontakt zu ihrem Publikum. Damit Passanten, Anwohner und kunstinteressierte Bürger Kunst als Bestandteil ihrer näheren Umgebung weiterhin erleben können, müssen die Mittel für Künstlerförderung in voller Höhe erhalten bleiben. Denn gerade die Nähe der Kunstschaffenden zu ihrem Publikum macht die regionale Kunstszene so wertvoll für das kulturelle Leben in der Stadt Osnabrück.

Kunstschaffende und interessierte Bürger der Region protestieren gemeinsam gegen die Kürzung. Sie fordern sie die Rücknahme des Beschlusses und den Erhalt der Fördermittel für die regionale Kunstszene in voller Höhe! Dazu sind mehrere Aktionen geplant:

  1. Die Unterschriftenaktion wird bis zum Kulturausschuss am Donnerstag, 21.1.2016 um 17 Uhr fortgesetzt.
    Protestbrief zum Herunterladen unter http://www.topos-neuekunst.de/aktuelles

E-Mail an protestbrief@osnanet.de genügt, um den Aufruf zu unterzeichnen.

  1. Mit der Aktion „Postkarte für MEHR (Kunst und Vielfalt in der Stadt) können Unterstützer ihren ganz persönlichen Aufruf an den Oberbürgermeister richten, die Postkarten liegen demnächst überall zum Mitnehmen aus. Die Aktion MEHR ist auch auf Facebook zu finden: www.facebook.com/49mehr
  2. Am Donnerstag, 21.1.2016 um 16.30 Uhr am Eingang zum Stadthaus versammeln sich Kunstschaffende und Unterstützer um ihren Wunsch nach MEHR … Ausdruck zu verleihen.

Mit leere Keilrahmen, Karton oder schwarz/bzw. weiß grundierte Leinwände demonstrieren sie, wie sich die Sparbeschlüsse auf die Kunstszene auswirken!

Die Initiative zu dieser Aktion geht von Mitgliedern verschiedener Vereine und nicht organisierter Kunstschaffender aus. U.a. sind dies:

Eva Preckwinkel, Robert Stieve, TOP.OS Verein für Neue Kunst e.V.

Jens Raddatz, Manfred Heinze, Mechthild Wendt, Tina Schick, Sylvia Lüdtke, Bund Bildender Künstler

Angela von BrillElisabeth Lumme, ARTverwandt e.V.

Hiltrud Schäfer, Freunde der Kunsthalle Osnabrück

Kerstin Hehmann, Marion Tischler, Christine Wamhof 

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